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Fotograf, Buchhalter, Steuerberater – Was du alles sein musst

Fotograf, Buchhalter, Steuerberater – Was du alles sein musst

Zugegeben zu Beginn meiner Selbstständigkeit, wusste ich auch nur grob auf was ich mich vorbereiten muss. Ich hatte bereits einige Jahre im Nebenerwerb gearbeitet und konnte mir also grob ausmalen, wie es werden würde.

Neben dem eigentlichen Beruf als Fotograf, kommen noch viele andere Kleinigkeiten dazu, die unweigerlich mit deinem Job verbunden sind. So bist du auch Kundenberater, Buchhalter, Webdesigner, Geschichten-Erzähler, Steuerangestellter, Marketingmanager, Geschäftsführer, Reise- und Tourmanager und noch vieles mehr vermutlich. Natürlich kann man einige dieser Aufgaben auch abgeben – und das solltest du früher oder später!

Beginnen wir dem offensichtlichen: Fotograf. Natürlich deshalb sind wir hier, nicht wahr? Hier dreht sich alles ums Fotografieren und Bilder sichten und anschließend bearbeiten. Doch bevor du los ziehst zu deinen Shootings, musst du Werbung machen und Kundenakquise. Wo wir schon beim Thema Marketingmanager wären. Bevor du überhaupt Kundenakquise betreiben kannst, musst du deine eigenen Unternehmensziele definieren und anschließend ausführlich deine Zielgruppe analysieren und ebenfalls definieren. Wer sollen deine Kunden werden und wo möchtest du einmal hin? Eine gute Zielgruppenanalyse ist wirklich Gold wert!

Ziele definiert, Zielgruppe analysiert? Perfekt! Im nächsten Schritt geht’s an die Außenwerbung, das heißt Webseite, Visitenkarten, Social Media Auftritt und so weiter. Stichwort Corporate Design bzw. Corporate Identity. Noch nicht gehört? Das sollte ein wichtiger Bestandteil in deinem Außenauftritt sein, damit man dich auch anhand deiner Werbung erkennt. Das ist ungefähr so, wie der eigenen Bildstil, an dem dich Kunden erkennen können. Es gehört zu dir und zu deiner Firma. Alles rund um den Außenauftritt kannst du natürlich optimal out sourcen, wenn du darin selbst nicht fit bist (An der Stelle nutze ich die Chance einfach mal für Eigenwerbung: Du brauchst Hilfe bei deiner Außenwerbung? Sprich mich gern an und ich mache dir ein individuelles Angebot). Besonders wichtig ist hierbei auch deine Website, deine digitale Visitenkarte. Hier sollte dein Wunschkunde alles wichtige finden, was er an Infos benötigt – und das am besten recht kurz und knapp und übersichtlich.

Außenwerbung steht? Weiter gehts! Die ersten Kunden melden sich und nun mutierst du zum Kundenberater und zum Kundenservice. E-Mails beantworten, Telefonate führen usw. Ich denke hier kann sich jeder was drunter vorstellen. Je mehr Kunden, desto mehr Service. Je mehr Arten der Kommunikation (Mail, Instagram, Facebook, Telefon, WhatsApp), desto mehr Service-Stellen. Am Anfang mag es noch gehen, überall zu antworten. Aber ab einem gewissen Pensum, nimmt dieser Punkt unfassbar viel Zeit in Anspruch. Und gleichzeitig ist dieser Punkt auch enorm wichtig. Schließlich wollen sich deine Kunden gut bei dir aufgehoben fühlen, was du bereits mittels Mail-Kontakt vermitteln kannst. Langfristig gesehen, ist aber auch dies, ein Aufgabe, die man wunderbar abtreten kann.

Du hast einen ganze menge Kunden und das vielleicht sogar schon Überregional? Willkommen im Tourmanager-Dasein. Zu überregionalen Shootings zu fahren ist irre schön, aber bedarf natürlich auch deutlich mehr als lediglich der Terminvereinbarung. Hier musst du Routen planen, Unterkünfte buchen, strenge Zeitpläne einhalten und alle Kunden koordinieren. Das kann im Vorfeld schon einiges an Arbeit bedeuten. Wichtig hier ist natürlich auch, dass deine Tour gut durchdacht und gut vorbereitet ist, damit du währenddessen keinen Stress hast. Denke auch daran genug Pausen und Fahrzeiten einzuplanen.

Deine Shootings sind fertig beim Kunden? Dann wartet der schönste Teil auf dich. Die Buchhaltung und die Steuer. Anfangs lässt sich das auch gut selbst machen, aber ab einem gewissen Zeitpunkt würde ich dir nur wärmstens empfehlen, das ganze einem Steuerberater deines Vertrauens zu überlassen. Ich persönlich hasse Buchhaltung und muss mich immer regelrecht dazu zwingen. Alleine das ist Grund genug es abzugeben – zumindest für mich. Das A und O hierbei ist eine ordentliche Sammlung deiner Belege und Quittung, dann hast du es am Ende leichter.

Alles abgehakt bis hierhin? Letzter Punkt: Geschichten-Erzähler. Nun geht es daran, deine Außenwerbung zu bestücken. Sei es auf einem Blog oder natürlich auf Social Media. Viele lesen unheimlich gern Shootingberichte oder Blogeinträge – so bist du vermutlich auch hier gelandet – daher solltest du auch versuchen, einen halbwegs gleichbleibenden Schreibstil zu entwickeln. Neben dem Geschrieben kannst du natürlich auch die Storys nutzen, um deine Geschichten zu erzählen. Das wichtigste dabei: Bleib dir selbst treu und versuche nicht jemand zu werden, der du eigentlich nicht bist. Das gilt eigentlich für alles. Authentizität und Ehrlichkeit wärt einfach am längsten.

Und am Ende beginnt quasi alles von vorn. Ein Unternehmen ist ein stetig wachsendes Projekt, dass gehegt und gepflegt werden möchte, wie eine Pflanze.

Habe ich was vergessen? Falls ja, schreib es doch gern in die Kommentare.

Bis bald
Eure Gina

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